Genossenschaft Foren Strategie Workshop 2021 Finanzen Wie wollen wir unser Geld anlegen?

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    • #502
      MichaD
      Verwalter

      In diesem Themenbereich soll es darum gehen, wie wir uns zukünftig finanziell aufstellen wollen. Sollten wir unser Geld nur in eigene Projekte investieren, oder das Geld auch nutzen, um andere Genossenschaften zu unterstützen?
      – wie steuern wir Beteiligungsprojekte ein?
      – Wie entscheiden wir über diese?
      – Wollen wir eine prozentuale Aufteilung eigenen Anlagen vs. Beteiligung festlegen?

      Liegt unser Fokus auf Gewinnmaximierung oder ist der Antrieb CO2 Reduzierung?

      Wollen wir auch große institutionelle Anleger zulassen z.B. die EGG oder die Engie?

      • Dieses Thema wurde geändert vor 9 Monaten, 3 Wochen von MichaD.
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    • #563
      Zetzsche
      Teilnehmer

      Aus meiner Sicht ordnet sich alles der Beantwortung der Kernfrage nach “Gewinnmaximierung oder CO2 Reduzierung” unter. Wenn wir uns für die – wiederum aus meiner Sicht – einzige Alternative, nämlich die CO2 Reduzierung entscheiden, ergeben sich alle weiteren Antworten daraus. Es gibt durchaus lohnende Projekte, die allein durch ihre Größenordnung ohne Einbeziehung großer institutioneller Anleger/Investoren nicht realisierbar sind. Hierbei denke ich vor allem an Windkraft, Wasserkraft oder auch größere Anlagen zur Erdwärmegewinnung. Wenn unser Hauptziel die CO2 Reduzierung ist, dann wird die Errichtung neuer Anlagen immer Vorrang haben. Die Beteiligung oder Übernahme an bestehenden Anlagen kann daher in der Aufbauphase sinnvoll sein, um schnell eine eigene wirtschaftlche Basis zu erlangen, sollte aber später eher von nachrangiger Bedeutung sein. Die Festlegung einer prozentualen Aufteilung verbietet sich daher aus meiner Sicht, denn sie verhindert die objektive und unvoreingenommene Beurteilung vorliegender Projekte.
      Sinnvoll wäre daher die Festlegung einer zeitlich begrenzten Wertgrenze, bis zu der der Vorstand im Rahmen seiner operativen Verantwortung auch relativ schnell über (kleinere) Projekte endgültig entscheiden kann, die dann selbstverständlich im Nachhinein der Bestätigung durch die GV bedürfen. Diese Grenze könnte im ersten Jahr bei Projektgesamtkosten von 20.000 liegen.
      Für die Entscheidung bei größeren Vorhaben sollte unbedingt eine GV einberufen werden, auf der alle Aspekte des Projektes ausführlich erörtert werden. Die Einbeziehung aller (interessierten) Mitglieder halte ich besonders in unserer Aufbauphase für außerordentlich wichtig.

    • #567
      generix
      Teilnehmer

      EGG/Engie brauchen das Anlagevolumen der Genossenschaft nicht. Von daher ist eine Einbeziehung in “deren” Projekte eher strategisch zu betrachten.
      Wenn mir daran gelegen wäre, eine Genossenschaft schnell lahm zu legen, würde ich ihnen Projekte vorschlagen und das Geld einsammeln. Dann kann ich (als Anbieter) zukünftig wieder konkurrenzfrei planen und schmücke mich zudem noch mit einem Bürgerbeteiligungs-Label.

      Was die Beteiligung von EGG in “unsere” Projekte angeht:
      Wenn der Kram profitabel genug wäre, würde es die EGG selbst machen. (Begründung wie oben)
      Wenn sie sich trotzdem beteiligen, dann ist die Genossenschaft wieder nur das Öko-Feigenblatt.

      Gewinnmaximierung vs. Öko:
      Mein Ziel ist Verlustvermeidung und direkt anschließend Öko. Gewinn ist auch hübsch, kommt aber erst später.

    • #579
      Carsten Eckart
      Verwalter

      Mein hauptsächliches und völlig egoistisches Anliegen ist die dezentrale Energiewende – also die CO2-Reduzierung im Sinne dieser Diskussion.

      Als Genosse ist mir Gewinn erstmal herzlich egal – ähnlich wie generix möchte ich Verlust vermeiden. Und wenn am Ende des Jahres was übrig bleibt, ist das um so schöner.

      Als Aufsichtsrat möchte ich natürlich jeden möglichen Euro in die Genossenschaft fließen sehen. Ein skalierbarer Projektansatz (wir hatten mal von 11-60 kW-Anlagen gesprochen, die vergleichsweise “standardisiert” geplant und in Betrieb genommen werden können) ist mir da am wichtigsten.

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